Was ist eigentlich Reinkarnation?

Der Versuch einer Erklärung

Der Begriff Reinkarnation (lateinisch: Wiederfleischwerdung) bezeichnet die Idee, dass die menschliche Seele nach dem Tod (Exkarnation) auf dieser Erde oder anderen Existenzbereichen wieder als empfindendes Wesen geboren (inkarniert) wird.

Das heutige Wissen darüber ist äußerst vielfältig und in der Literatur reichhaltig publiziert. Aber diese Kenntnis ist größtenteils noch „geheim“ zumindest für alle, die nicht danach suchen. Die christlichen Kirchen haben im Konzil von Konstantinopel (im Jahre 553) die Beschäftigung mit diesem Thema verboten. (Mehr darüber in meiner Diplomarbeit zum Thema: Ist die Reinkarnationslehre die größte Lüge der großen Weltreligionen?

Dazu braucht es jetzt wohl keinen Kommentar mehr



Für viele unter uns besteht das Leben aus Zufällen, Schicksalsfragen und Ungerechtigkeiten. Ich behaupte, es gibt keine Zufälle, alles ist Teil des großen göttlichen Plans und die Ursachen liegen in der Vergangenheit.

 Seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, wird die Idee der Wiedergeburt in therapeutischem Zusammenhang praktiziert. In der "Fortentwicklung" der Psychoanalyse, die die Ursache jedweder psychischen Störung in ungelösten Konflikten der frühen Kindheit sucht, geht die Reinkarnationstherapie in ihrer Ursachenforschung weiter zurück. Reinkarnationstherapie geht weit zurück in der Psychoanalyse. In den vormaligen Existenzformen, liegt oft die Ursache für gegenwärtige Probleme. Traumatische und unbewältigte Extremerfahrungen früherer Leben wie schwere Krankheit, Folter, Täter- Opfer- Erfahrungen, werden in die nächste Inkarnation "übertragen" und sind dann hier für eine Vielzahl psychischer und psychosomatischer Beschwerden verantwortlich. Ängste, Schuldgefühle, chronische Schmerzen, Allergien, Übergewicht, Epilepsie, Alkoholismus, Impotenz, Frigidität und so weiter können allesamt karmische Überreste aus früheren Leben sein.

Die Rückführung wird in der Regel durch einfache Entspannungsübungen verbunden mit der Aufforderung, sich ein geistiges Kino mit leerer Leinwand vorzustellen, in dem nun die verschiedenen "Lebensfilmrollen" abgespielt werden.

Die Vorstellung eines neuen Lebens nach dem Todist in vielen Kulturenund religiösen Lehren verbreitet: im Griechenland der Antike, im römischen Kaiserkult, im Manichäismus, in der Mystik des Islam und in der modernen Esoterik.Eine systematische Reflexion erfuhr die Reinkarnationslehre vor allem aber in den östlichen Religionen Hinduismus, Jainismus und Buddhismus. Übrigens, zur Zeit Jesu war der Glaube an die Reinkarnation weit verbreitet. In Asien, ist es die normalste Sache der Welt, den Ursprung von Problemen, auch in den vergangenen Leben zusuchen.

Schopenhauer hat in diesem Zusammenhang einmal gesagt:

"Würde mich ein Asiate nach einer Definition von Europa fragen, so wäre ich gezwungen, ihm zu antworten: Es ist der Teil der Welt, welcher von dem unbeschreiblichen Wahn heimgesucht wird, dass der Mensch aus dem Nichts geschaffen wurde und das seine gegenwärtige Geburt den Beginn seiner Existenz darstellt."